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2026 DE
Wülfing Clara · Spitzer Carsten · Lübke Laura
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Zusammenfassung Hintergrund und Ziele Atopische Dermatitis (AD) und Psoriasis (Pso) gehen oft mit psychischer Belastung einher. In dieser Studie untersuchten wir die Prävalenz und die Korrelate schambezogener Störungen (SRD), das sind die körperdysmorphe Störung (BDD) und die soziale Angststörung (SAD), bei Patienten mit AD und Pso. Patienten und Methodik In einer monozentrischen Querschnittsstudie wurden zwischen 07/2023 und 03/2024 erwachsene Patienten rekrutiert. Eine klinische Psychologin führte diagnostische Interviews zur Erfassung von BDD und SAD durch. Zusätzlich wurden der DLQI und der EASI beziehungsweise der PASI erhoben. Ergebnisse Insgesamt wurden 151 Patienten eingeschlossen, davon 55 (36,4%) mit AD und 96 (63,6%) mit Pso. Die Punkt‐ und Lebenszeitprävalenz von SRD betrugen in der Gesamtstichprobe 17,2% beziehungsweise 31,8%. Für BDD lag die Punktprävalenz bei 10,6%, die Lebenszeitprävalenz bei 26,5%. Für SAD betrugen diese Werte 12,6% beziehungsweise 17,2%. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Patienten mit AD und Pso. SRD waren signifikant mit jüngerem Alter und weiblichem Geschlecht assoziiert. Zudem war der DLQI bei Betroffenen mit SRD deutlich eingeschränkt. Schlussfolgerungen Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass SRD bei Patienten mit AD und Pso häufig vorkommen und ihre routinemäßige Erfassung in der Klinik weiter untersucht werden sollte.
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2026 DE
Schummer Patrick · Glatzel Caroline · Schrüfer Philipp
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Zusammenfassung Hintergrund und Zielsetzung Während Brentuximab vedotin (BV) oder Strahlentherapie (RTx) gängige Behandlungsoptionen für CD30‐positive kutane T‐Zell‐Lymphome (CTCL) sind, wurde über die Wirksamkeit und Verträglichkeit ihrer gleichzeitigen oder aufeinanderfolgenden Anwendung nur selten berichtet. In dieser retrospektiven Analyse haben wir daher die Kombination von BV und RTx bei CD30‐positiven CTCL‐Patienten untersucht. Patienten und Methodik Wir schlossen 14 CD30‐positive CTCL‐Patienten aus sechs deutschen Tumorzentren ein, die mit BV behandelt wurden; eine RTx wurde innerhalb eines Zeitraums von 3 Monaten vor und bis zu 3 Monaten nach der BV‐Behandlung durchgeführt. Die RTx wurde hauptsächlich als niedrig dosiertes Schema angewendet. Ergebnisse Unerwünschte Ereignisse jeden Schweregrades traten bei 71% der Patienten auf, darunter häufige Nebenwirkungen wie periphere Neuropathie, Neutropenie und Radiodermatitis. Dreizehn Patienten erreichten eine vollständige oder partielle Remission als bestes Gesamtansprechen, jedoch zeigten 50% aller Patienten ein Fortschreiten der Erkrankung. Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 14,4 Monaten betrug das mediane progressionsfreie Überleben 12,0 Monate, mit einer 1‐Jahres‐Rate von 34,0%. Schlussfolgerungen Die simultane oder sequenzielle Therapie mit BV und RTx war machbar und wurde gut vertragen. Künftige randomisierte Untersuchungen sind erforderlich, um die Vorteile dieses kombinierten Behandlungskonzeptes sowie die angemessene Dosierung von BV und RTx prospektiv zu ermitteln.
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2026 DE
El Najjarine Khodr Cheikh · Kajüter Hiltraud · Wellmann Ina
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Zusammenfassung Hintergrund Primäre kutane Lymphome ( primary cutaneous lymphomas , PCL) bestehen hauptsächlich aus kutanen T‐Zell‐Lymphomen ( cutaneous T‐cell lymphomas , CTCL), gefolgt von kutanen B‐Zell‐Lymphomen ( cutaneous B‐cell lymphomas , CBCL). Ziel dieser Studie war es, die Inzidenz und Überlebensraten von PCL in Deutschland zu ermitteln. Methoden Wir analysierten Daten des nordrhein‐westfälischen Krebsregisters (2008–2021), das eine Bevölkerung von 18 Millionen Menschen umfasst. Es wurden altersstandardisierte Inzidenzraten und relative Überlebensraten berechnet. Ergebnisse Die Analyse umfasste 3853 Patienten mit neu diagnostizierten PCL. Bei 69,5% dieser Patienten handelte es sich um CTCL und bei 24,9% um CBCL. Die altersstandardisierte Inzidenz von PCL betrug 10,8 pro Million Personenjahre. Die Inzidenz sowohl von CTCL als auch von CBCL nahm im Laufe der Zeit zu. PCL‐Fälle wurden auch bei Kindern festgestellt. Die relative Fünf‐Jahres‐Gesamtüberlebensrate für PCL betrug 89% (95% CI: 87–92%), wobei die Überlebensrate bei CTCL‐Patienten 91% (95% CI: 88–94%) und bei CBCL‐Patienten 86% (95% CI: 81–91%) betrug. Bei den Patienten mit Sézary‐Syndrom lag die relative Fünfjahresüberlebensrate bei 53% (95%: CI:29–77%). Schlussfolgerungen Diese Studie ist bisher die größte bevölkerungsbasierte Analyse der PCL in Deutschland, die sowohl Erwachsene als auch Kinder umfasst. Die Inzidenz der PCL war höher als bisher berichtet. Darüber hinaus präsentieren wir die ersten Überlebensdaten für PCL in Deutschland, die unter anderem eine deutlich höhere Überlebenswahrscheinlichkeit für Patienten mit Sézary‐Syndrom zeigen.
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2026 DE
Franz Agathe · Constantinou Andria · Engelhardt Gabriela
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Zusammenfassung Hintergrund und Zielsetzung Haarausfallerkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität weit über rein kosmetische Aspekte hinaus. Frühere Untersuchungen berichten meist von milder bis moderater Beeinträchtigung. Ziel dieser Studie war es, das Ausmaß der Lebensqualitätsbeeinträchtigung bei Patienten mit Haarausfall zu erfassen, dabei vernarbende und nicht vernarbende Formen zu vergleichen und mögliche Einflussfaktoren zu analysieren. Patienten und Methodik In einer explorativen Querschnittstudie wurden 510 Patienten (281 mit nicht vernarbender und 229 mit vernarbender Alopezie) in der dermatologischen Ambulanz der Charité – Universitätsmedizin Berlin eingeschlossen. Die Lebensqualität wurde anhand des DLQI und ausgewählter PROMIS‐Instrumente erfasst. Zur Auswertung kamen t‐Tests, dreifaktorielle Varianzanalysen mit anschließenden Post‐hoc ‐Tests sowie Korrelationsanalysen zur Anwendung. Ergebnisse Haarausfallerkrankungen können zur Beeinträchtigung der Lebensqualität führen, wobei das psychische Wohlbefinden am stärksten betroffen ist. Die DLQI‐Scores zeigten bei beiden Alopezie‐Typen moderate Einschränkungen. Die PROMIS‐Ergebnisse wiesen bei allen Patienten leichte Angstsymptome auf, bei der nicht vernarbenden Alopezie zusätzlich milde Depressivität. Betroffene mit nicht vernarbender Alopezie berichteten über stärkere psychische Belastung als jene mit vernarbender Alopezie. Patienten beider Gruppen sowie Frauen mit nicht vernarbender Alopezie zeigten teilweise ausgeprägtere Beeinträchtigungen. Schlussfolgerungen Die Ergebnisse dieser explorativen Studie deuten darauf hin, dass Haarausfall mit deutlicher psychischer Belastung einhergehen kann. In der Behandlung sollte daher erwogen werden, psychologische Unterstützung in das Behandlungskonzept mit einzubeziehen.
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2026 DE
Holtsche Maike M. · Beek Nina · Hammers Christoph M.
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Zusammenfassung Hintergrund und Zielsetzung Das bullöse Pemphigoid (BP) ist die häufigste blasenbildende Autoimmunerkrankung in der westlichen Welt. Während die Mehrheit der Patienten mit BP durch die langfristige Anwendung von Kortikosteroiden mit oder ohne Immunmodulatoren/Immunsuppressiva Remissionen erreicht, empfehlen nationale und internationale Leitlinien bei refraktären Erkrankungen die adjuvante Immunadsorption (IA). Ziel dieser Studie war es, die Sicherheit und Wirksamkeit der IA bei schwer betroffenen Patienten und/oder refraktärem BP zu untersuchen. Patienten und Methodik Zehn Patienten mit BP (3 Frauen, 7 Männer; Durchschnittsalter 69,7 Jahre; 52–81 Jahre) wurden an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit IA (LigaSorb ® , Fresenius Medical Care) in Kombination mit oralem Prednisolon (0,5 mg/kg KG/Tag, ausschleichend), Dapson (1,5 mg/kg KG/Tag) und Mometasonfuroat‐Salbe behandelt. Ergebnisse Innerhalb von 2 und 6 Monaten nach IA zeigten 50% beziehungsweise 90% der Patienten eine vollständige Remission unter der Therapie. Bei allen Patienten sanken die Serum‐Anti‐BP180‐IgG‐Spiegel unmittelbar nach der dritten IA um durchschnittlich 89% und 4 Wochen später um 73%. Während der 12‐monatigen Nachbeobachtungszeit traten insgesamt 56 unerwünschte Ereignisse (UE) auf. Die Mehrzahl der unerwünschten Ereignisse hatte den Schweregrad 2 (50%), 15 unerwünschte Ereignisse wurden als schwerwiegend (Grad 3–4) eingestuft. Schlussfolgerungen Die IA kann als relativ sichere und wirksame adjuvante Therapie für Patienten mit schwerem oder refraktärem BP angesehen werden.
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2026 DE
Nguyen Lynhda · Sorbe Christina · Seeber Nikolaus
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Zusammenfassung Hintergrund und Zielsetzung Laser und energiebasierte Geräte (energy‐based devices, EBDs) werden häufig zur Behandlung vaskulärer Symptome eingesetzt, jedoch fehlen umfassende Vergleichsdaten. Ziel dieser Studie war es, Wirksamkeit und Sicherheit verschiedener laser‐ und energiebasierter Systeme bei Rosazea in einem systematischen Review mit Netzwerk‐Metaanalyse (NMA) zu vergleichen. Methoden Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) wurden aus MEDLINE, CENTRAL, Web of Science und Registern laufender Studien identifiziert. Primäre Endpunkte waren Patientenzufriedenheit, Verbesserung von Erythem und Teleangiektasien sowie langfristige unerwünschte Ereignisse (UE). Zusätzlich wurden das Verzerrungsrisiko (Risk of Bias, RoB) und ein möglicher Publikationsbias analysiert. Ergebnisse 25 RCTs wurden in die qualitative Analyse einbezogen; ein Teil floss in die NMA ein. Meist lag ein unklares bis hohes Bias‐Risiko vor. Die Radiofrequenz‐Microneedling‐Therapie war der gepulsten Farbstofflasertherapie (FSL) in Bezug auf die Patientenzufriedenheit (MD –1,32; 95%‐KI –1,89 bis –0,76) und das Erythem (MD –1,44; 95%‐KI –1,96 bis –0,91) überlegen. Für die Behandlung von Teleangiektasien erwies sich die Kombination aus Oxymetazolin und FSL als vorteilhaft (MD –0,58; 95%‐KI –1,03 bis –0,14). Nebenwirkungs‐ und Abbruchraten waren zwischen den verschiedenen Therapien vergleichbar. Schlussfolgerungen Diese erste NMA zu Lasern und EBDs bei Rosazea zeigt die Notwendigkeit robuster Studien, insbesondere zu Langzeit‐ und Kombinationstherapien.
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2026 EN
Walter Alissa
Wiley Publishing Asia Pty Ltd
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2026 EN
Olivier Ian S. · Fieggen Karen · Komarzynski Sandra
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Abstract Aim To evaluate personalized care or precision medicine initiatives, including mobile health (mHealth) technology and genetic screening, in a South African paediatric epilepsy clinic. Method This exploratory prospective observational pilot study included 39 children aged 4 years or older with drug‐resistant epilepsy (ongoing seizures despite at least two antiseizure medications at adequate doses). Participants were recruited from the epilepsy service at the Red Cross War Memorial Children's Hospital in Cape Town, the largest paediatric hospital in sub‐Saharan Africa. mHealth technology – a wearable device and mobile application – allowed recording of seizures, medication, sleep, mobility, quality of life, and health visits. Genetic testing included a customized gene panel and pharmacogenomic arrays. Results Seizure frequency, but not duration, was significantly greater in clinical records before and during the study period (8.0 and 5.5 median seizures per month respectively) compared with mHealth records of 2.0 median seizures per month ( n = 28, p < 0.001, r = 0.64, 95% confidence interval [CI] 2.62–14.25, Wilcoxon signed‐rank test, and n = 21, p < 0.001, r = 0.76, 95% CI 2.25–15.75, Wilcoxon signed‐rank test respectively). Wearable devices detected decreased activity and sleep in patients compared with age‐matched typically developing peers (both p < 0.001, Mann–Whitney U test). Structural abnormalities were the most common aetiology. Pathogenic variants occurred in two different probands in SCN1A , one likely pathogenic variant in GRIN2A , and two variants of unknown significance in GABRG2 and GRIN2B . Pharmacogenomic analyses identified variants of interest in CYP2D6 , EPHX1 , and SCN1A . Interpretation Precision medicine for drug‐resistant epilepsy using mHealth and genetics may show use in a resource‐limited setting. This study, the first demonstration of precision medicine in an African paediatric setting, informs the development of diagnostic testing and provides novel insights into the lives and genetics of affected children.
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2026 EN
Tier David
Abstract American presidents since 1945 have deliberately considered reducing defence spending as part of a plan to shrink deficits, but they have also found there is a level of defence spending they dare not fall beneath. Using qualitative analysis, I examine the rhetoric these leaders have articulated to consider the trade‐offs between the economic costs of deficit spending and the military budgets necessary to defend the nation against military threats. Part One of this study (published in Economic Affairs , vol. 45, no. 3) examined rhetoric through the Lyndon B. Johnson administration. Part Two examines rhetoric from the Nixon through Biden administrations, analyses the total results and, finally, sets out the contribution of this research. These results inform debates over the US national debt, deficit spending, and the mixture of spending cuts and revenue increases needed to achieve a balanced budget.
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2026 EN
Lutsenko Оlena Yе · Gryn Dmytro V · Nesterovych Oleksii S
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Abstract This article examines concurrent employment as a growing feature of contemporary labour markets in the European Union and Ukraine. It analyses employer attitudes, legal regulation, and the impact of external shocks such as digitalisation, the COVID‐19 pandemic, and the war in Ukraine. Using comparative legal analysis, literature review, and statistical data, the study identifies common trends and contextual differences between the two regions. The findings show that while the EU emphasises regulated flexibility and worker protection, Ukraine demonstrates greater employer tolerance driven by wartime economic necessity, highlighting the adaptive role of concurrent employment in crisis conditions.