Polityka Stanów Zjednoczonych Ameryki wobec rozpadu Jugosławii w latach 1990-1991
Z 49 lat pracy duszpasterskiej 14 lat w Szadku – ks. Edward Lidtke
Ewangelicy w okolicy Szadku i Zduńskiej Woli w XIX-XX w.
Literatur oder Leben? Das gemeinsame Interesse an der DDR-Literatur und seine Grenzen
Der Autor berichtet von seinen Begegnungen, die bis in die frühen 70er Jahre zurückreichen und gehäuft im letzten Jahrzehnt des DDR-Staates stattfanden. Seine Erfahrungen sind davon geprägt, dass er selbst, als Jugendlicher, einmal ein sog. „Republikflüchtling“ gewesen war, aber später, als Westdeutscher, mit der 68er- Bewegung sympathisierte und sein Forschungsinteresse insbesondere der Literatur der DDR galt. In der Wendezeit offenbarte sich ein signifikanter Unterschied: Was die DDR-Literatur verhandelte, war für die ostdeutschen Autoren und Kollegen existentiell bedeutsam, ihr gelebtes Leben. Für die westdeutschen Germanisten war es am Ende ‚nur‘ Literatur.
Löcher in der Mauer
Für einen Westdeutschen war es durchaus möglich, während des ‚Kalten Krieges‘ Kontakte zu Kollegen in den sozialistischen Ländern aufzubauen und sogar zu enger und längerfristiger Kooperation zu gelangen. Lediglich die Berliner Mauer und die ‚Zonengrenze‘ waren unüberwindbar, und auch die Grenzen zur Sowjetunion waren dicht. Der Autor berichtet über seine Beziehungen zu Polen, zur Tschechoslowakei, zu Ungarn und zu Rumänien bis zur ‚Wende‘, die alle Schranken aufhob.
Hundertmal in Weimar, einmal in Trzebieszowice
Der Verfasser berichtet, ausgehend von kritischen Überlegungen zur Möglichkeit, vergangene Wirklichkeiten verlässlich wiederzugeben, über ein Vierteljahrhundert intensiver Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus Ländern jenseits des Eisernen Vorhangs. Als Mitarbeiter und Mitherausgeber der Schiller-Nationalausgabe war er immer wieder in Weimar, nahm an Tagungen in verschiedenen Städten der DDR teil, wurde zu Vorträgen eingeladen und versuchte, durch Gegeneinladungen bestehende Kontakte zu intensivieren. Außerdem bekam er die Chance, mit Vertretern der ungarischen, vor allem aber der polnischen Germanistik vertrauensvoll zu kooperieren. Die vielen Dialoge akzentuierten die politische Trennung und machten sie zugleich ein wenig erträglicher.
Die Germanistik in Wrocław von ihren Anfängen bis zum Tod von Marian Szyrocki (1945-1992)
Der Beitrag vermittelt einen Überblick über die Geschichte germanistischer Forschungen in Wrocław seit dem Jahre 1945. Die Germanistik hatte in der unmittelbaren Nachkriegszeit nicht nur schwierige materielle und personelle Probleme zu bewältigen, sie war auch mit einem wachsenden ideologischen Druck konfrontiert, der im Jahre 1952 in der sozialistischen Hochschulreform gipfelte, in deren Folge die gerade 1945 gegründeten Germanistik-Lehrstühle in Warszawa, Kraków, Łódź, Toruń und Lublin wieder geschlossen wurden. Die Tatsache, dass mit Poznań und Wrocław zwei germanistische Lehrstühle erhalten blieben, bedeutete keinesfalls Wohlwollen von Seiten des polnischen Staates, was auch darin zum Ausdruck kam, dass der erste Ordinarius der polnischen Germanistik in Wrocław erst im Jahre 1962 berufen wurde. Dargestellt werden mit Jan Piprek, Zdzisław Żygulski, Marian Szyrocki, Mieczysław Urbanowicz, Norbert Morciniec, Gerard Koziełek, Konrad Gajek, Norbert Honsza u. a. Forscherpersönlichkeiten, die die Institutsentwicklung maßgeblich mitgeprägt haben. Gezeigt werden die Anfänge der seit Ende der 50er Jahre möglichen institutionellen Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Germanisten sowie die Hauptforschungsinteressen der Germanistik in Wrocław, wie sie aus den Publikationen der letzten sechzig Jahre ablesbar sind.
Die Mauer, die man immer wieder überwinden konnte. Aus den Erfahrungen und den Erinnerungen eines polnischen Germanisten
Die Grundthese des nachfolgenden Textes besagt, dass der polnischen Germanistik in den letzten zwei Dekaden des ‚realsozialistischen‘ Systems im Grunde genommen (die freilich vorhandenen Einschränkungen und immer wieder vorkommenden Ausnahmen sollen keineswegs geleugnet werden) große Freiheitsräume von diesem System zugestanden wurden. Diese seine Grundthese exemplifiziert der Verfasser an Erfahrungen, die ihm selbst zuteil wurden. Sie sind insoweit aussagekräftig, als der Autor schon seit 1968 in der polnischen Germanistik als Forscher, Essayist und Rezensent tätig war.
Die "Bibliothek des 18. Jahrhunderts". Bericht über eine deutsch-deutsche Zusammenarbeit
Von 1981 bis zur sogenannten Wende 1989 (und sogar einige Jahre darüber hinaus) veröffentlichten der Verlag C.H. Beck in München und die Verlagsgruppe Kiepenheuer in Leipzig gemeinsam die Bibliothek des 18. Jahrhunderts. Die Reihe war eines der großen, auf langfristige Zusammenarbeit angelegten Unternehmen zweier Verlage im geteilten Deutschland. Mehr als 40 zum Teil mehrbändige Werke konnten in ihr erscheinen. Der hier vorgelegte Bericht versucht, die Bedingungen der damaligen Kooperation zu rekonstruieren und darüber hinaus etwas von der Atmosphäre zu vermitteln, in der die gemeinsame Arbeit stattfand.