Journals
2009 DE
Adunka Franz
Wasser hat eine fundamentale Bedeutung für das Leben. Daher war es auch bereits in der Antike wichtig, mit Trinkwasser sorgsam umzugehen und den Verbrauch messtechnisch zu erfassen. Es wurden bereits damals Messverfahren entwickelt, die durchaus vernünftige Messergebnisse lieferten. An dieser Stelle sei auf die Arbeiten von Frontinus hingewiesen (97 bis 103 n. Chr.), der unter den Kaisern Nerva und Trajan als curator aquarum für die Wasserversorgung der Stadt Rom verantwortlich war [1]. Aber nicht nur Trinkwasser wird messtechnisch erfasst, die Wassermessung ist auch u. a. für die Wärmeenergiemessung und für die Erfassung von Abwässern wichtig. Während im ersten Fall das Medium “sauber” vorliegt, ist sowohl bei der Wärmeenergie- und der Abwassermessung die Qualität des Wassers und auch dessen Temperatur eine wichtige Einflussgröße. Im folgenden Beitrag wird die Frage untersucht, welche Messgenauigkeiten prinzipiell und welche unter realistischen Randbedingungen bei Wassermengenmessungen erreichbar sind. Die erste Frage interessiert wohl die Versorgungsunternehmungen und die Nutzer, die zweite Frage wendet sich wegen des grundsätzlichen Charakters an “Nationale Metrologie-Institute”, kurz NMIs genannt (z. B. PTB in Deutschland und BEV in Österreich).
Journals
2009 DE
Priemel Kim Christian
Das Ende des Flick-Konzerns steht meist im Zeichen des großen Bestechungsskandals, der in den achtziger Jahren die Gemüter bewegte. Kim Priemel, Autor einer großen Flick-Geschichte, begnügt sich nicht mit diesem Kurzschluss. Der Niedergang von Flick begann lange vor dem großen Skandal. Er hatte seine Wurzeln in den komplizierten Besitzverhältnissen, vor allem aber in der Konzeptlosigkeit der Konzernspitze, die es nicht verstand, den Erfolg der Wirtschaftswunderjahre nach dem Boom zu wiederholen. Der Versuch, ein großes Aktienpaket zu verkaufen und den Gewinn steuerfrei zu reinvestieren, war so eher ein Akt der Hilflosigkeit als Ausdruck weitsichtigen unternehmerischen Denkens.
Journals
2009 DE
Lehnstaedt Stephan · Lehnstaedt Kurt
Memoiren sind keine erstrangigen Quellen. Sie besitzen aber zumal dann großen historiographischen Wert, wenn es um Selbstdeutung und Selbstverständnis einer historischen Person geht. Entsprechende Aufzeichnungen Sauckels waren bislang unbekannt. Als Thüringer Gauleiter war er nicht nur ein Nationalsozialist der ersten Stunde, als Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz organisierte er seit 1942 auch eines der größten Sklavenheere der Weltgeschichte.
Journals
2009 DE
Wettig Gerhard
Wenige Ereignisse waren für die Bundesrepublik und für Westeuropa so folgenreich wie der NATO-Doppelbeschluss vom Dezember 1979. Die öffentliche Ablehnung war damals gewaltig. Wie aber stellt sich diese Reaktion 30 Jahre später dar – nach dem Zusammenbruch von Sowjetunion und Warschauer Pakt und nach der langsamen Öffnung der ehemaligen sowjetischen Archive? Lässt sich nun abschätzen, wer damals eigentlich der Aggressor war?
Journals
2009 DE
Guth Stefan
Historikerkommissionen zur Legitimierung von Politik sind keine Erfindung der letzten Jahre. Eine der ersten war die 1956 ins Leben gerufene Kommission aus Historikern Polens und der DDR, die das deutsch-polnische Geschichtsbild im Zeichen des Sozialismus harmonisieren sollte – und dabei kläglich scheiterte, weil sich die polnischen Wissenschaftler weit weniger für politische Zwecke einspannen ließen als ihre ostdeutschen Kollegen. Stefan Guth von der Universität Bern beleuchtet diese stets prekären Verständigungsversuche und kontrastiert sie mit der Kooperation polnischer und westdeutscher Historiker, die auch in heiklen Fragen sehr viel rascher einen gemeinsamen Nenner fanden.
Journals
2009 EN
Manassa Colleen
In the Ramesside court of Luxor Temple is a small depiction of a statue of Paris, placed intentionally opposite a statue of Nefertari, part of a colossus of Ramesses II. The image of Paris represents the only non-literary evidence for the Greek tradition of Helen being in Egypt during the Trojan War and suggests that Graeco-Roman tourists were aware of this alternate version of events. A consideration of this graffito within an art historical context suggests that it might relate to Euphranor’s lost statue of Paris.
Book Series
2009 EN
Victoria E. Bonnell · George W. Breslauer
University of California Press
Journals
2009 EN
Josiah Osgood
Julius Caesar was remembered in later times for the unprecedented scale of his military activity. He was also remembered for writing copiously while on campaign. Focusing on the period of Rome9s war with Gaul (58––50 BCE), this paper argues that the two activities were interrelated: writing helped to facilitate the Roman conquest of the Gallic peoples. It allowed Caesar to send messages within his own theater of operations, sometimes with distinctive advantages; it helped him stay in touch with Rome, from where he obtained ever more resources; and it helped him, in his Gallic War above all, to turn the story of his scattered campaigns into a coherent narrative of the subjection of a vast territory henceforward to be called ““Gaul.”” The place of epistolography in late Republican politics receives new analysis in the paper, with detailed discussion of the evidence of Cicero.
University of California Press
Journals
2009 EN
Katherine E. McCoy
Throughout most of the 20th century, warring nation—states generally had two options to increase their military strength. They could create a coalition—as the United States did in World War II—or institute a draft—as it did in Vietnam. Today, though, countries have a third option. Rent. Hiring private military corporations, sometimes called private security corporations or private security firms, has fast become a popular way for nations to fight wars.
Journals
2009 EN
Andrew M. Lindner