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2009 DE
Buß Anna
Mit Kathy und Plan*It fing alles an: Computerpionier Alan Cooper setzte schon zu Beginn der 1980er Jahre aus Gesprächen mit Benutzern seine erste Persona zusammen: „Kathy“ verwaltete mit dem Programm Plan*It Ressourcen in einer Werbeagentur. Mit Kathy und deren Nachfolgern führte Cooper bei Spaziergängen imaginäre Dialoge über die Nutzung der Software Plan*It: Die Idee von Nutzerszenarios als typischer Einsatzzweck von Personas war geboren. Die Technik gilt heute als Standard-Methode des User Centered Designs. Das Konzept der Personas klingt so genial wie einfach: Man erfinde einen oder mehrere Charaktere, die verschiedene Benutzertypen innerhalb einer definierten demografischen Gruppe repräsentieren. Aus deren Bedürfnissen werden Gestaltungsund Funktionsrichtlinien für das Graphical User Interface (GUI) abgeleitet, das es zu entwickeln gilt. In seinem Buch-Klassiker zum Thema Human-Computer-Interaction, „The Inmates Are Running the Asylum“, erklärt Persona-Erfinder Alan Cooper ausführlich, warum Personas wichtig sind. Der Autor lässt jedoch offen, wie sie tatsächlich konstruiert werden. Seither wird die Methode ganz individuell eingesetzt. Verfolgt man Blogs oder Diskussionen auf Web-Plattformen für GUI Designer oder Informationsarchitekten, so wird schnell deutlich, wie viele verschiedene Methoden zur Erstellung von Personas in der Praxis zur Anwendung kommen, wo sie überall Verwendung finden und wie kontrovers Verwendung, Entwicklung und Definition von Personas diskutiert werden. Die scheinbar simple Methode offenbart also in der Praxis schnell ihre Tücken. Was macht eine Persona aus? Wo kann man sie sinnvoll einsetzen? Welche Kriterien fließen in die Erstellung ein? Wie sollen die Kriterien gewichtet werden? Welche Datenbasis ist valide genug, um Personas hervorzubringen? Und woran liegt es, wenn Personas keinen Eingang in den Entwicklungsprozess eines Interfaces finden?
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2009 DE
Trahasch Stephan · Linckels Serge · Hürst Wolfgang
Vorlesungsund Vortragsaufzeichnungen (Lauer und Trahasch, 2005) haben sich in den vergangenen Jahren zu einer etablierten und weit verbreiteten Methode zu Erstellung von eLearning-Inhalten entwickelt. Das Lehren und Lernen auf Basis von Videoaufzeichnungen reicht jedoch viel weiter zurück. Beispielsweise wurde in den USA bereits Ende der 50er Jahre unter dem Schlagwort „Home Learning“ der Versuch unternommen, Schülern Wissen durch via Fernsehen ausgestrahlte Lehrsendungen zu vermitteln (vgl. auch Sendungen wie „Telekolleg“ im deutschsprachigen Raum). Ende der 90er Jahre wurden dann an zahlreichen Universitäten Projekte gestartet, um Methoden und Werkzeuge für eine komfortable Erstellung von Lehrmaterialien (im folgenden eLectures genannt) durch meist (teil-)automatisierte synchrone Aufzeichnung von Vorlesungsfolien, zugehörigen Annotationen sowie Sprache und Videobild des Dozenten zu erforschen und zu entwickeln. Mittlerweile sind die Ergebnisse vieler dieser Forschungsprojekte in Produkte eingeflossen, deren Nutzung im täglichen Lehrbetrieb weit verbreitet ist und sich in manchen Bereichen teilweise sogar als fester Bestandteil der Lehre etabliert hat. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Beispielsweise können mit Vorlesungsaufzeichnungen eLearning-Inhalte im Unterschied zu Web-Based-Trainings schnell und kostengünstig produziert werden. Es hat sich auch gezeigt, dass Vortragsaufzeichnungen von den Studierenden akzeptiert und mitunter sogar gefordert werden, da die heutige Generation der Studierenden audiovisuelle Medien viel selbstverständlicher nutzt und als gleichwertige Informationsquelle zu traditionellen Medien (Textbücher, etc.) akzeptiert hat. Trends wie Podcasting und Initiativen wie iTunes U von Apple haben das Interesse an Möglichkeiten zur Aufzeichnungen von Vorträgen und der Produktion von Podcasts weiter gesteigert. Aufgrund dieser Entwicklung scheint es auf den ersten Blick verwunderlich, dass der Arbeitskreis „Vortragsaufzeichnung und eLectures“ der Fachgruppe eLearning der Gesellschaft für Informatik (GI) auf der gemeinsamen Pre-Konferenz der diesjährigen DeLFIund GMWTagungen einen weiteren Workshop zum Thema Vorlesungsaufzeichnungen veranstaltet hat, der sich insbesondere mit aktuellen Forschungsthemen und -perspektiven beschäftigen sollte. Der große Andrang (mit über 40 Teilnehmern war dies eine der bestbesuchten Veranstaltungen der Pre-Konferenz) sowie Anwendungsund Erfahrungsberichte aus der täglichen Praxis belegen jedoch eindrucksvoll, dass dieses Forschungsfeld mitnichten erschöpfend behandelt ist, sondern sich vielmehr durch den routinemäßigen Einsatz sowie die oben bereits angedeuteten technologischen Weiterentwicklungen und Trends eine ganze Reihe weiterer Forschungsfragen und Herausforderungen ergeben. Die Beiträge sowie Diskussionen auf dem diesjährigen Workshop zeigen, dass sich die Themen von den ursprünglichen Fragestellungen nach den technischen Anforderungen einer Plattform für Vorlesungsaufzeichnung und dem Sinn von eLectures wegbewegen hin zu angrenzenden Forschungsbereichen wie Multimedia, Information-Retrieval, Semantik Web, Mensch-Computer-Schnittstelle und didaktischen Aspekten und Szenarien eines effizienten Einsatzes in der Lehre. Im Folgenden illustrieren wir anhand der im Workshop behandelten Beiträge derartige Trends und aktuelle Forschungsthemen im Zusammenhang mit eLectures. Bezüglich der zitierten Artikel sei auf die Workshop-Proceedings verwiesen (Trahasch et al. 2009).
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2009 DE
Schaar Peter
Immer häufiger berichten die Medien über beunruhigende Datenschutzverstöße. Offenbar interessiert sich nun auch eine breitere Öffentlichkeit dafür, dass Überwachung, Registrierung persönlichen Verhaltens und Bildung von Kundenund Persönlichkeitsprofilen längst Einzug in unseren Alltag gehalten haben. Inzwischen stellen nicht nur nörgelnde Datenschützer die Frage nach den Ursachen für überbordenden Datenhandel, Identitätsmissbrauch und andere Datenschutzverstöße und fordern Konsequenzen. Nachdem der Datenschutz jahrelang ein Dornröschendasein geführt hatte und allenfalls in Spezialistenkreisen noch ein Thema war, ist er heute wieder ganz oben auf der öffentlichen Agenda angekommen. Dies zeigen nicht zuletzt Forderungen nach verbesserten Datenschutzregeln und konsequenter Ahndung von Datenschutzverstößen, die von Politikern unterschiedlicher Couleur zu hören sind. Die Datenschutzskandale haben somit dazu beigetragen, die Chancen für die Stärkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung signifikant zu verbessern. Bei aller berechtigten Beunruhigung halte ich es für erforderlich, genau hinzuschauen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Unsinniger Aktionismus ist genauso wenig angebracht wie das Hinausschieben auf die lange Bank. Letztlich geht es darum, Vertraulichkeit und Vertrauen in der Informationsgesellschaft zu stärken. Im folgenden will ich mich auf die drei größten „Datenschutzskandale“ beschränken, welche die deutsche Öffentlichkeit in jüngster Zeit besonders beunruhigt haben: Die Einzelhandelskette Lidl beobachtete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mittels heimlich installierter Kameras, die Deutsche Telekom verwendete zu Abrechnungszwecken geführte Datenbanken für die Überwachung von Betriebsund Aufsichtsräten und kürzlich wurde der millionenfache Handel mit personenbezogenen Daten öffentlich. Bei Lidl ging es in erster Linie um die heimliche Erhebung und Verwertung von Arbeitnehmerdaten. Auch wenn sich dieser Fall zunächst als besonders spektakulär darstellte, handelte es sich beileibe um keinen Einzelfall. Nicht nur deshalb, weil auch andere Einzelhandelsunternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vergleichbarer Weise überwachen, wie diverse Medienberichte belegen. In allen möglichen Bereichen des Arbeitslebens werden immer mehr Daten über das Verhalten und die Leistung der Mitarbeiter erfasst, und zwar in den wenigsten Fällen mittels Videotechnik, viel häufiger und alltäglicher, indem Telekommunikationsdaten registriert, die Nutzung des Internets und anderer elektronischer Dienste protokolliert werden. Zugangskontrollsysteme und andere nicht allzu spektakuläre aber umso wirksamere Überwachungsmechanismen haben längst Einzug in das Arbeitsleben gehalten. Wenn man zudem bedenkt, dass sich heute an nahezu jedem Büroarbeitsplatz ein Computer befindet, dienstliche Mobiltelefone zur Ausstattung nicht nur von Außendienstmitarbeitern zählen und Taxen, Busse und Lastkraftwagen zunehmend mit elektronischer Ortungstechnik ausgestattet werden, wird deutlich, dass sich in den letzten 10 Jahren ein engmaschiges Überwachungsnetz über das Arbeitsleben gespannt hat. Mindestens genauso lange gibt es die Forderung nach einem Arbeitnehmerdatenschutzgesetz, das diesen besonderen Risiken Rechnung trägt. Obwohl auch der Deutsche Bundestag – in einstimmigen (!) Entschließungen – wiederholt die Verbesserung des Arbeitnehmerdatenschutzes eingefordert hat, haben sich weder christlich-liberale noch rotgrüne Bundesregierungen hiervon beeindrucken lassen und auch von der derzeitigen Großen Koalition sind bisher keinerlei einschlägige Aktivitäten bekannt geworden. Bei der rechtswidrigen Nutzung von Telekommunikationsdaten sind die Verantwortlichen der Deutschen Telekom offenbar wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass sie sämtliche in ihrer Verfügungsgewalt befindlichen Informationen zur Aufklärung eines vermuteten Verrats von Geschäftsgeheimnissen verwenden könnten. Vermutlich war hier durchaus ein
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2009 DE
Bode Arndt
Der beispiellose Erfolg der Informatik/Informationstechnik und die Verbreitung des Rechners in allen Bereichen des täglichen Lebens ist zwei wesentlichen Entwicklungen geschuldet: erstens haben von Neumann und Zuse – unabhängig voneinander – mit dem Konzept des universell programmierbaren Computers durch Programmsteuerung ein geniales Modell für den überall einsetzbaren Rechner vorgelegt. Dieses Modell lebt heute in Milliarden von Exemplaren sowohl im Allzweckrechner, als auch in speziellen Steuerungen vom Handy bis zur Automobilelektronik. Nicht weniger wichtig ist die zweite Voraussetzung für den Siegeszug des Computers: Die Entwicklung der Halbleitertechnologie, die am besten durch das „Gesetz von Moore“ beschrieben wird. Gordon Moore hat 1965 vorhergesagt, dass die Entwicklung der Halbleitertechnologie exponentiell verläuft, weil die Anzahl der auf einem Halbleiterbaustein integrierbaren Transistorfunktionen sich circa alle 18 Monate verdoppelt. Das Gesetz von Moore gilt auch heute, mehr als 40 Jahre nach seiner Formulierung. Statt einigen wenigen Transistoren befinden sich heute bis zu mehreren Milliarden Transistoren auf einem Halbleiterbaustein. Systeme unter Verwendung dieser Bausteine werden deshalb nicht nur kleiner, sondern auch leistungsfähiger, zuverlässiger und billiger. Im April 1970 schrieb H. Kaufmann aus dem Zentrallaboratorium für Datentechnik der Siemens AG in München seinen Artikel „Die Zukunft der Computer-Technologie“ für die Zeitschrift Elektronische Rechenanlagen, die diesen dann in Heft 3 1970 veröffentlichte. Es ist besonders charmant, mit unserem heutigen Wissen über die Entwicklung der Technologie die Vorhersagen aus dem Jahr 1970 zu lesen und festzustellen, dass viele Aussagen tatsächlich zutreffend sind. Einige Beispiele seien hier näher beleuchtet. Kaufmann geht davon aus, ,,dass die Speicherung die entscheidende Rolle spielt, sie hat die Programmierbarkeit der Computer ermöglicht und damit auch die Universalität dieser Maschinen, ...“. Diese Aussage ist sicher zeitlos korrekt. Rechner sind heute wie vor fast 40 Jahren in ihrer Leistung meist durch Kapazität und Geschwindigkeit des Speichers beschränkt, nur in wenigen Fällen durch die schiere Rechenleistung des Prozessors. Die Ausführungen von Kaufmann befassen sich ausführlich mit der Entwicklung der Zykluszeit des Schnellspeichers. Da auch in heutigen Rechnern das von Neumann Prinzip weiterhin gültig ist, gilt die Abhängigkeit der Leistungsfähigkeit der verarbeitenden Einheit, also des Prozessors, von der Leistungsfähigkeit des Speichers, der sowohl Befehle, als auch Daten liefern muss. Man spricht in diesem Zusammenhang nach wie vor vom von Neumann Flaschenhals. Die Entwicklung innerhalb der Halbleitertechnologie bezüglich der relativen Arbeitsgeschwindigkeiten von Prozessoren und Speichern konnte Kaufmann natürlich nicht vorhersehen. Während man 1970 als Basis für Hauptspeicher die Kernspeichertechnologie mit Magnetkernen verwendete und bei diesen der limitierende Faktor für weitere Beschleunigung desSpeichersdurchdie mechanische Fädelung von Schreibund Lesedrähten durch Magnetkerne gegeben war, sind ab Ende der 70er Jahre die Hauptspeicher durchgängig in Halbleitertechnologie realisiert worden. Damit war kurzzeitig auch in der Entwicklung der Mikroprozessortechnik die Arbeitsgeschwindigkeit von Prozesso-
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2009 DE
Hüffner Falk
Viele kombinatorische Probleme aus der Praxis sind NP-schwer; zu ihrer Lösung werden meist Heuristiken verwendet. Parametrisierte Komplexität ist ein neuerer Ansatz, der versucht, Strukturen von Praxisinstanzen auszunutzen. Ziel der Arbeit war es zu belegen, dass parametrisierte Komplexität, und insbesondere neuartige algorithmische Techniken, deren Entwicklung auf dieses Konzept zurückgeht, tatsächlich zu einsetzbaren Programmen für die exakte Lösung von Praxisinstanzen führt. Wir zeigen dies hier am Beispiel der Graphprobleme Clique Cover und Minimum-Weight Path, die Anwendungen in der Bioinformatik und anderen Gebieten haben.
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2009 DE
Boll Susanne
Digitale Medien werden für unsere Gesellschaft immer wichtiger und präsenter. War Multimedia im Jahr 1995 noch Wort des Jahres, steht heute ein „Multimedia-PC“ in vielen Haushalten. Digitale Medien sind aus unserem Alltagsund Berufsleben heute kaum wegzudenken: Kein Anwendungsgebiet kommt ohne Informationsund Kommunikationstechnologien aus, in denen die Medieninformatik eine Rolle spielt: Mobiltelefon, World Wide Web, Navigationssysteme, aber auch digitale Medien in der Bildung, 3-Produktdesign, assistierte Medizin und vieles mehr zeugen davon. Dieses Themenheft Medieninformatik zeigt die Vielfalt und Dynamik eines noch jungen Fachgebietes. Auch wenn die Breite des Fachgebietes eine Definition nahezu unmöglich macht, so wird es doch von Methoden und Werkzeugen zur Konzeption, Entwicklung und Nutzung interaktiver digitaler Medien gekennzeichnet. Zwischen den Menschen und dem Computer kommt der Gestaltung der Nutzungsschnittstelle eine wichtige Rolle zu. Für ein Verständnis von Medien als Mittler berührt das Fachgebiet Disziplinen aus der Gestaltung, der Psychologie aber auch der Soziologie und der Pädagogik. Die Beiträge in diesem Themenheft geben einen Eindruck davon, wie vielfältig die Medieninformatik ist. Sieben Artikel zeigen die Breite des Gebietes, die wissenschaftlichen Herausforderungen, aber auch die Interdisziplinarität und Schönheit des Faches. Im Beitrag zur Medieninformatik der nächsten Generation beschreibt Michael Herczeg die Rolle der Medieninformatik für die heutige Jugend im Kontext der Schule. Als Konsumenten und Produzenten digitaler Systeme und Inhalte sind heutige Kinder und Jugendliche schon längst bei den „neuen Medien“ angekommen. Für einen aktiven Umgang und eine bewusste Nutzung stellt sich die Frage der Aufgabe der Schule und wie und wo Medieninformatik und die Gestaltung interaktiver Systeme in den Unterricht einbezogen werden können. Der Beitrag zu modellbasierter Bildmodifikation von Volker Blanz zeigt einen Ausschnitt aus dem Arbeitsgebiet der Computergrafik. Aufwändige Animationen sind nicht zuletzt durch eine Vielzahl von Spielfilmen bekannt. Wichtige Grundlage für die Animierbarkeit einer Szene sind jedoch meist aufwändige Modelle. Ein Ziel ist die Nutzbarmachung von Fotos oder 3-dimensionaler Scans als Grundlage, die dann automatisch analysiert und in Modelle zur Animation umgewandelt werden können. Der Artikel zeigt, welche wissenschaftlichen Verfahren notwendig sind, damit die Mona Lisa mit den eigenen Gesichtszügen lächeln kann. Wo die Medieninformatik ist, ist auch die Kunst nicht weit und dies schon zurückgehend auf die sechziger Jahre, seit denen das „neue Medium“ Computer auf künstlerische Weise untersucht wurde. Der Beitrag zu Medienkunst von Steffi Beckhaus führt zunächst in die Thematik der Computerkunst und Medienkunst ein und spannt den Bogen von der Kunst zur Wissenschaft. Die Installation SoundVision zeigt die interaktive Komposition von Bild und Klang als eine Form der Konversation über das Medium der Installation und gibt einen Eindruck der Vielschichtigkeit der Medienkunst. Der Beitrag zu begreifbarer und eingebetteter Interaktion der Autoren Tanja Döring, Antonio Krüger, Albrecht Schmidt und Johannes Schöning zeigt auf, wie wir in Zukunft mit Geräten und Objekten in unserer Umgebung interagieren werden. Der „Schreibtisch“ auf dem klassischen Computer wird immer mehr ergänzt durch berührbare Systeme mit direkter Interaktion mit allen Dingen des täglichen Lebens. Ein interaktiver Würfel für Kinder und der interaktive Tisch TavolaIcona sind nur zwei der Beispiele neuer Formen des Lernens und gemeinsamen Arbeitens der Zukunft. Bei der Interaktion mit einer Nutzungsschnittstelle kommt es durchaus darauf an, die Gefühle und Emotionen der Nutzer und damit sein und ihr Handeln besser zu verstehen. Emotionale Sensitivität in der Mensch-Maschine-Interaktion ist das Thema der Autoren Jonghwa Kim, Johannes Wagner, Thurid Vogt, Elisabeth André, Frank Jung und Matthias Rehm. Über die intelligente Integration verschiedener Modalitäten wie die Sprache und Gestik der Nutzer haben sie eine Plattform geschaffen, die eine Erkennung der Emotionen in Echtzeit an der Nutzungsschnittstelle unterstützt.
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2009 EN
Rieter Heinz
The paper is concerned with the law establishing the Deutsche Bundesbank of 1957, concentrating on the official tasks set to the Bundesbank of securing the currency. It is argued that this maxim is not to be identified with the goal set to the European Central Bank since 1999, i.e. to guarantee the stability of the level of prices, measured in terms of an index. The two concepts differ in terms of the history of ideas. The goal of stabilising prices derives from a quantitative understanding of economics, whereas that of securing the currency had qualitative connotations. The latter sprang from the historical experience of the decay of German currencies both after the first and after the second world war. The currency system was to be steered by hand so as to stabilise it in such a way that dramatic changes of the objective purchasing power of money were to be prevented, at the subjective feeling that money was stable could be preserved and that economic morality and the stability of the currency reinforced each other.
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2009 EN
Möllenberg Robert
The intention of this paper is to contribute empirical observations and conclusions about monopolistic behaviour in network industries. This will be achieved by examining a special case in the electricity industry of Wurttemberg. The provision of electricity in Wurttemberg was organized in regional companies until 1933, when they were forced to merge into the Energie-Versorgung Schwaben AG. After the First World War companies started to work together, and two rivaling network operators were founded, the Württembergische Landes-Elektrizitäts AG (WLAG) and the Württembergische Sammelschienen AG (WÜSAG). The purpose of these companies was to construct and operate a transportation network between the electricity providers. They also established connections with the neighbouring states for imports of electrical power from external sources. Within the WÜSAG the customers were discriminated by monopolistic price-setting. This has lead to a nearly complete exploitation of the WÜSAG and some of her customers by one of her associates, the Rheinisch Westfälische Elektrizitätswerke AG (RWE). The behaviour of the WLAG instead has lead to a more competitional outcome. There the customers had to pay nearly identical and significantly lower prices. This analysis also demonstrates the incentives and barriers for these different behaviours.
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2009 EN
Fremdling Rainer
The figure most commonly used as benchmark for the output of machinery before WW I is based on an estimate by the Association of German Machinery Producers (VDMA). It estimated that all German firms in total had sold machines worth 2800 million Marks in 1913.Using a recently detected detailed report, filed in the Federal Archives in Berlin-Lichterfelde, on the internal statistics of VDMA results in alternative figures for the benchmark year 1913. Besides the original figure of VDMA, two different new benchmark figures are presented here, namely 2700 m. M (VDMA modified) and 2600 m. M (according to Rech). The two new benchmark figures for 1913, in combination with a new production index, yield two time series for German machinery output between 1909 and 1918.
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2009 DE
Rosenberger Veit
Insgesamt läßt sich ein deutlicher qualitativer Unterschied zwischen dem regulären Triumph in Rom und dem triumphus in monte Albano aufzeigen. Nach der Ablehnung eines Triumphes in Rom war der Triumph auf dem Albaner Berg stets nur die zweite Wahl. Die Orte in Rom, an denen die Route des Triumphzuges vorbeiführte, waren ungleich stärker mit Bedeutung aufgeladen als der Albaner Berg, auch der Kreis der Adressaten war in Rom deutlich größer als in dem eine Tagesreise entfernten Heiligtum, so daß der Triumph in Rom wesentlich höheres Prestige einbrachte.